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Journalistenpreis des DJV Hamburg feierlich auf dem 60. Hamburger Presseball überreicht
Hamburg. Es war der feierliche Höhepunkt des 60. Hamburger Presseballes: Marina Friedt, Vorsitzende des DJV Hamburg, überreichte den Erich-Klabunde-Preis 2009 für Dörte Schipper und Gregor Petersen, NDR-Intendant Lutz Marmor hielt die Laudatio.
Schipper und Petersen erhielten den renommierten Erich-Klabunde-Preis des DJV für ihre Beitrag „Der Luxuskoch vom Hospiz". In ihrer Reportage, produziert für die ARD-exclusiv-Reihe, begleiteten die beiden Preisträger einen ungewöhnlichen Alltagshelden: Ruprecht Schmidt. Früher Küchenchef in einem Nobelrestaurant, kocht er seit nunmehr zehn Jahren für die Bewohner des Hamburger Sterbehospiz' „Leuchtfeuer“: „Ich kann ihnen das Leben nicht verlängern, aber versüßen“ und empfindet das „als Sechser im Lotto“.
Der Jury gehörten, neben Bischöfin Maria Jepsen, Claudia Spiewak, Chefredakteurin NDR Hörfunk und Programmchefin NDR Info, die Direktorin der Akademie für Publizistik Annette Hillebrand, der Klabunde-Preiträger und „Spiegel“-Autor Bruno Schrep, Fernseh-Journalist Dr. Martin Wilhelmi sowie die DJV-Vertreter Marina Friedt und Peter Jebsen an. Ihr Urteil:
Dörte Schipper und Gregor Petersen ist es in ihrem 30-minütigen Beitrag gelungen, Spannung zu wecken, ohne sich voyeuristischer Elemente zu bedienen. Zum Koch, zu den Hospizbewohnern und deren Familien wird Nähe erzeugt – als könne man das Essen förmlich riechen, als säße man selbst am Bett der Patienten. Beim Verweben der scheinbar gegensätzlichen Themen 'Tod' und 'Genuss' zeichnen den Beitrag insbesondere die sensibel erfragten O-Töne und zurückhaltenden Off-Texte aus. Durch das Weglassen jeglicher Larmoyanz entwickelt die Reportage sogar Mutmach-Potential.
Feierliche Übergabe des Erich-Klabunde-Preises 2009 auf dem 60.
Hamburger Presseball: NDR-Intendant Lutz Marmor hielt die Laudatio,
Susanne Stichler führte durch den Abend. Marina Friedt, Vorsitzende
des DJV Hamburg, überreichte den Preis an Gregor Petersen und an
Heidrun Petersen-Römer, die ihn stellvertretend für Preisträgerin
Dörte Schipper (heiratete in Brasilien) entgegennahm.
Foto: Dana Anders
v. l. n. r.: Josef Reppenhorst vom Hospiz "Hamburg Leuchtfeuer", NDR- Redakteurin Verena Formen-Mohr, Laudator Lutz Marmor, Preisträger
Gregor Petersen und seine Schwester Heidrun Petersen-Römer, die den Preis für Dörte Schipper entgegennahm, und Marina Friedt, Vorsitzende des DJV Hamburg
Foto: Dana Anders
Marina Friedt (Mitte) mit den Machern des ausgezeichneten Beitrags
"Der Luxuskoch vom Hospiz": Josef Reppenhorst (Pressestelle Hamburg
Leuchtfeuer), NDR-Redakteurin Verena Formen-Mohr, Preisträger Gregor
Petersen und Heidrun Petersen-Römer, stellvertretend für die Autorin
Dörte Schipper.
Foto: Dana Anders
Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus wurde 1957 erstmals vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalisten-Preisen. Der Namensgeber Erich Klabunde (20.2.1907 - 21.11.1950) war 1946 Gründer und erster Vorsitzender der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten und des Deutschen Journalisten-Verbandes auf Bundesebene. Erich Klabunde war engagiert wie kaum ein anderer - „immer sprungbereit zum geistigen Turnier“, formulierte Adolf Grimme, der langjährige Generaldirektor des NWDR. Klabunde starb am 21. November 1950, er wurde nur 43 Jahre alt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.djv-hamburg.de/klabunde
F. d. R.: Stefan Endter, Geschäftsführer
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