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 DJV mahnt:

dpa-Umzug nicht gegen Mitarbeiter durchsetzen


Berlin, 11.02.2009 - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Geschäftsführung der Deutschen Presseagentur aufgefordert, einen möglichen Umzug der Zentralredaktionen nach Berlin nur im Konsens mit den betroffenen Journalistinnen und Journalisten durchzuführen. Die Journalistengewerkschaft reagierte damit auf die Ankündigung von dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn in der Süddeutschen Zeitung, die Redaktionen von Hamburg und Frankfurt in die Hauptstadt zu verlagern, wenn der Aufsichtsrat zustimmen sollte. Die dpa-Landesdienste und die Hamburger Verwaltung sollten davon nicht betroffen sein. Herlyns klares Votum für Berlin stehe im Gegensatz zu einer dpa-internen Hausmitteilung, in der nur von guten Gründen für eine teilweise Zentralisierung die Rede sei", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Es ist nicht in Ordnung gegenüber den dpa-Mitarbeitern, dass die öffentliche Ankündigung eines Umzugs vor den notwendigen Verhandlungen mit dem Betriebsrat und vor Abschluss einer entsprechenden Untersuchung erfolgt", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

Dass die dpa-Geschäftsführung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten über Umstrukturierungen nachdenke, sei nachvollziehbar. Ob die Zentralisierung der Redaktionen in Berlin sinnvoll sei, müsse auch unter dem Kostenaspekt eines Umzugs genau geprüft werden, sagte der DJV-Vorsitzende. Auf keinen Fall dürfe ein möglicher Umzug zum Arbeitsplatzabbau bei dpa führen. Für diejenigen Journalisten, die etwa aus familiären Gründen Hamburg oder Frankfurt nicht verlassen könnten, müssten vertretbare Alternativen gefunden werden. Darüber sei in den künftigen Gesprächen des Betriebsrates und der Geschäftsführung zu reden.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de
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