Journalisten demonstrieren für ihren Manteltarifvertrag
Das hatten sich die Zeitschriftenverleger anders vorgestellt: Im feinen Elysee Hotel in Hamburg wollten sie DJV und ver.di ungestört ihren Katalog der Tarifgrausamkeiten verlesen – und dann das:
Vor dem Hotel zogen zur Mittagszeit rund 100 Journalistinnen und Journalisten von Hamburger Zeitschriftenverlagen auf, zeigten Transparente und Plakate, die für sich sprachen: „Unsere Arbeit ist mehr wert!“ und „Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze.“ In der zweiten Tarifrunde über den Manteltarifvertrag für Zeitschriftenredakteure geht es heute zwar nicht um mehr Geld, denn das regelt der Gehaltstarifvertrag. Aber um Urlaubstage, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Krankengeldzuschuss. Und was der von den Verlegern gekündigte Manteltarifvertrag dazu aussagt, ist ein Riesenmehrwert gegenüber dem Forderungskatalog der Verleger.

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) macht sich die aktuelle Krise zunutze und will das Tarifniveau dauerhaft absenken. Der DJV sagt klipp und klar: mit uns nicht! Denn was jetzt verloren geht, ist für viele Jahre verloren. Zugegeben: Viele Verlage haben im Moment Probleme, müssen mit weniger Anzeigen und geringerer Auflage klar kommen. Deshalb lässt der DJV mit sich über eine Verlängerung des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung reden.
Aber den nutzen nur die allerwenigsten Verlage. So schlecht, wie die Verleger Glauben machen wollen, geht es ihnen also nicht. Deshalb ist ein dauerhafter Verzicht der Redakteure zu Gunsten der Verleger auf Tarifstandards indiskutabel.

Kämpfen Sie mit, dass auch morgen noch Ihre Arbeit mehr wert ist. Helfen Sie mit, den Generalangriff der Zeitschriftenverleger auf den Flächentarifvertrag abzuwehren! Damit Ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt, damit Sie auch morgen noch von Ihrer Arbeit leben können.
Kontakt: DJV-Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hendrik Zörner, Berlin
Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
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