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Erich-Klabunde-Preis 2009
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Erich-Klabunde-Preis 2009 für eine ungewöhnliche Reportage über Genuss und Tod Journalistenpreis geht an die NDR-Autoren Dörte Schipper und Gregor Petersen
Der renommierte Erich-Klabunde-Preis des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV) geht in diesem Jahr an Dörte Schipper und Gregor Petersen für Ihren für die ARD-exclusiv-Reihe produzierten Beitrag "Der Luxuskoch vom Hospiz".
In ihrer Reportage begleiteten die beiden Autoren einen ungewöhnlichen Alltagshelden: Ruprecht Schmidt. Früher Küchenchef in einem Nobelrestaurant, kocht er seit nunmehr zehn Jahren für die Bewohner des Hamburger Sterbehospiz' "Leuchtfeuer": „Ich kann Ihnen das Leben nicht verlängern, aber versüßen“, und empfindet das 'als Sechser im Lotto'.
Zum Koch, zu den Hospizbewohnern und deren Familien wird Nähe erzeugt – als könne man das Essen förmlich riechen, als säße man selbst am Bett der Patienten. Dörte Schipper und Gregor Petersen ist es in ihrem 30-minütigen Beitrag gelungen, Spannung zu wecken, ohne sich voyeuristischer Elemente zu bedienen. Beim Verweben der scheinbar gegensätzlichen Themen 'Tod' und 'Genuss' zeichnen den Beitrag insbesondere die sensibel erfragten O-Töne und zurückhaltenden Off-Texte aus. Durch das Weglassen jeglicher Larmoyanz entwickelt die Reportage sogar Mutmach-Potential.
Der Jury gehörten, neben Bischöfin Maria Jepsen, Claudia Spiewak, Chefredakteurin NDR Hörfunk und Programmchefin NDR Info, die Direktorin der Akademie für Publizistik Annette Hillebrand, der Klabunde-Preiträger und "Spiegel"-Autor Bruno Schrep, Fernseh-Journalist Dr. Martin Wilhelmi sowie die DJV-Vertreter Marina Friedt und Peter Jebsen an. Der Erich-Klabunde-Preis wird als feierlicher Höhepunkt auf dem 60. Hamburger Presseball am 17. Januar 2009 von der Vorsitzenden des DJV-Hamburg Marina Friedt vergeben.
Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus wurde 1957 erstmals vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalisten-Preisen. Der Namensgeber Erich Klabunde (20.2.1907 - 21.11.1950) war 1946 Gründer und erster Vorsitzender der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten und des Deutschen Journalisten-Verbandes auf Bundesebene. Erich Klabunde war engagiert wie kaum ein anderer - „immer sprungbereit zum geistigen Turnier“, formulierte Adolf Grimme, der langjährige Generaldirektor des NWDR. Klabunde starb am 21. November 1950, er wurde nur 43 Jahre alt.
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