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05. Dezember 2014

Pressemitteilung 5.12.2014

Erich-Klabunde-Preis 2015 für Volker ter Haseborg

Hamburg. Volker ter Haseborg, früher Chefreporter des Hamburger Abendblatts, erhält den Erich-Klabunde-Preis 2015 für seinen Artikel „Der Mann, den niemand vermisste“ – Resultat einer zweieinhalbjährigen Spurensuche nach der Vergangenheit eines „vergessenen Toten“. Die Auszeichnung für sozial engagierten Journalismus wird alljährlich vom Deutschen Journalisten-Verband Hamburg verliehe

Im Fokus steht ein vordergründig unspektakuläres Thema, das dennoch beispielhaft die zunehmende Anonymität der Gesellschaft zeigt: In Hamburg werden jährlich mehr als 1000 Menschen bestattet, die am Lebensende keinerlei Angehörige oder Freunde mehr hatten. In der außergewöhnlichen Reportage „Der Mann, den niemand vermisste“ für das Hamburger Abendblatt rekonstruierte Volker ter Haseborg das Leben eines 58-Jährigen, der 2011 „von Amts wegen“ beigesetzt wurde.

Es entstand ein Porträt, das einfühlsam, aber auch mit der gebotenen Distanz einen Menschen zeigt, der als fröhlicher Junge in Mecklenburg aufwuchs und als Obdachloser in Hamburg starb. Durch seine engagierte Recherche und seine lebendige Schilderung hat Volker ter Haseborg nach Meinung der Jury seinen eigenen Anspruch voll und ganz eingelöst: wenigstens einem von Hamburgs vergessenen Toten ein Gesicht zu geben.

Die renommierte Auszeichnung wird von der Vorsitzenden des DJV Hamburg, Marina Friedt, als feierlicher Höhepunkt auf dem 66. Hamburger Presseball überreicht. Die Laudatio am 24. Januar 2015 hält NDR-Intendant Lutz Marmor.

Der Jury gehören neben Friedt Nadja Stavenhagen (Direktorin der Akademie für Publizistik), Nikolaus Brender (Fernsehjournalist und Medienmanager), Pastor Thomas Kärst (Referent Bischofskanzlei Hamburg), Bruno Schrep (Klabunde-Preisträger und „Spiegel“-Autor), Martin Wilhelmi (Fernsehjournalist) sowie der 2. Vorsitzende des DJV Hamburg Peter Jebsen an.

Für Fragen steht Ihnen Marina Friedt unter 0170 / 90 20 224 zur Verfügung.


Die Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.