Pressemitteilungen

12. Dezember 2014

DJV zur ARD-Altersversorgung

Fakten statt Unterstellungen

In den laufenden Verhandlungen mit allen ARD-Anstalten will der DJV folgendes erreichen:

 

•      Verbesserungen bei den derzeitigen Abschlagsregelungen im
        ARD-Versorgungstarifvertrag, damit zukünftig ein Vorruhestand nicht zu
        massiven Abschlägen in der Versorgung führt.

 

•      Verbesserungen für alle, die die Altersversorgung im Presseversorgungswerk
        gewählt haben.

 

•      Die Sicherung der betrieblichen Altersversorgung auch für alle zukünftigen
        ARD-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Einführung einer
        betrieblichen Altersversorgung auch für befristet beschäftigte Kolleginnen und
        Kollegen.

 

•      Verhinderung einer Dynamisierung der Betriebsrenten von höchstens 1 % pro
        Jahr, wie sie verdi im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vereinbart hat
        und die ARD deswegen nun auch für sich fordert.

 

Diese Positionen setzen intensive Verhandlungen mit den ARD-Sendern voraus.

Dies hat der DJV auch in den bisherigen Personalversammlungen deutlich gemacht. Er hat darauf verwiesen, das erst am Ende der Verhandlungen bewertet werden kann, ob ein Tarifvertrag zustande kommen kann oder nicht.

 

Eines ist sicher: Eine Erhöhung von nur 1% pro Jahr für die zukünftige Dynamisierung der Betriebsrenten, wird der DJV nicht akzeptieren, für keine Berufsgruppe. Das unterscheidet den DJV von verdi, die diese Marke im öffentlichen Dienst schon gesetzt hat.

 

Bisher haben die ARD-Anstalten bei einem Teil unserer Forderungen in den Verhandlungen sehr weit gehend Einverständnis signalisiert. Das sich insoweit abzeichnende Ergebnis haben wir sicher auch auf gewerkschaftlichen Druck hin erreicht, keine Verschlechterungen im bisherigen Versorgungssystem hinzunehmen zu wollen. 


 

ABER: Die ARD will dafür die laufenden Betriebsrenten zukünftig nach dem Vorbild des mit verdi vereinbarten Tarifvertrages mit dem öffentlichen Dienst auf eine Steigerung von 1% pro Jahr begrenzen und von den Gehaltsentwicklungen vollständig abkoppeln. Das werden wir nicht akzeptieren. Wir sind jedoch bereit, mit der ARD auch über die Dynamisierung der Betriebsrenten zu reden unter der Voraussetzung, dass zukünftige Gehaltserhöhungen weiterhin der Maßstab für die Anhebung der Renten bleiben und der Lebensstandard der Rentnerinnen und Rentner erhalten bleibt. Wir wollen  - wie bisher -  diese Verhandlungen nicht in den einzelnen ARD-Anstalten führen, sondern mit der ARD insgesamt, weil wir die Ansprüche aller ARD-Rentner gleichmäßig gestalten wollen. Damit am Schluss in keiner Anstalt 1 % rauskommt, wie im öffentlichen Dienst.

 

Die nächsten Verhandlungsrunden zum Thema ARD-Altersversorgung finden am 18. und 19. Dezember in Berlin statt.