Pressemitteilungen

23. Februar 2015

Gemeinsame Pressemitteilung von ver.di und DJV Hamburg

Gewerkschaften erhöhen Druck bei der Hamburger Morgenpost – dreitägiger Warnstreik

Hamburg. Die Gewerkschaften Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und DJV (Deutscher Journalistenverband Hamburg) erhöhen den Druck auf die Geschäftsführung der Hamburger Morgenpost. Wie schon am Freitag, dem 20. Februar, und Samstag, dem 21. Februar, folgten die Beschäftigten am Sonntag, dem 22. Februar, dem Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaften. Die Gewerkschaften fordern einen Sozialtarifvertrag und einen Altersteilzeittarifvertrag. Am 24. Februar werden die Verhandlungen fortgesetzt.
 
„Die Belegschaft zeigt mit beeindruckender Entschlossenheit, dass sie die jetzt eingeleiteten Kündigungsverfahren nicht akzeptiert. Jeder Spaltungsversuch von oben hat die Solidarität mit den Betroffenen nur noch stärker werden lassen. Das gilt auch für die Beteiligung an den Warnstreiks", sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. Die Warnstreiks seien eindeutige Signale, dass es die Geschäftsführung teuer zu stehen komme, wenn Angebote, den „sozialen Frieden" wieder herzustellen, einfach vom Tisch gewischt würden.
 
„Wenn aus Führungskreisen jetzt schon angedeutet wird, in wenigen Jahren müsse man mit ähnlichen Maßnahmen rechnen, ist doch klar, dass eine mittel- und langfristige Regelung gefunden werden musss", sagte DJV-Landesgeschäftsführer Stefan Endter unter Verweis auf die Sozialtarifforderungen von ver.di und DJV. Die Vereinbarung einer für die Beschäftigten attraktiven Altersteilzeitregelung sei dafür unverzichtbar. „Die Auseinandersetzung kann sich, wenn die Geschäftsführung nicht einlenkt, noch länger hinziehen", ergänzte Endter. Es gehe dabei nicht zuletzt um die Zukunft der Redaktion und damit der ganzen Zeitung.