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06. Dezember 2013

Erich-Klabunde-Preis 2014

Renommierter Journalistenpreis geht zum zweiten Mal an Barbara Hardinghaus

Hamburg. Der renommierte Erich-Klabunde-Preis des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV) geht in 2014 an Barbara Hardinghaus für ihre Reportage „Das letzte Leben“.

Die Spiegel-Redakteurin beschreibt in ihrem berührenden Text das Leben von fünf Hamburger Senioren, die sich entschieden haben, ihren Lebensabend nicht in einem Altersheim, sondern gemeinsam in einer WG zu verbringen. „Wahrscheinlich könnte man zwei Millionen Geschichten über einsame Alte schreiben“, schreibt Hardinghaus und: „Diese Geschichte erzählt vom Gegenteil“. Geschickt verwebt Hardinghaus kurze Episoden aus dem Miteinander der alten Leute in der WG mit dem Nachdenken über das Altwerden ihrer eigenen Eltern. Sie macht den Lesern Mut, sich einem Thema zu öffnen, das wir im Alltag gern verdrängen - bis es uns, Junge und Alte gleichermaßen, selbst betrifft und es oft zu spät ist, selbstbestimmt über die Gestaltung des „letzten Lebens“, wie sie es bezeichnet, zu entscheiden. 

„Barbara Hardinghaus ist es hervorragend gelungen, ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz sehr persönlich und menschlich anzugehen, ohne dabei in die Darstellung von Befindlichkeiten zu gleiten“, würdigt Marina Friedt, Vorsitzende des DJV Hamburg und Mitglied der Klabunde-Jury, den Beitrag. Hardinghaus wird bereits zum zweiten Mal mit dem Erich-Klabunde-Preis ausgezeichnet, 2005 erhielt sie als Abendblatt-Redakteurin den Preis für ihre Serie „Vier Wochen leben mit 345 Euro“, über das Auskommen mit dem damaligen Hartz IV-Regelsatz.

Der Jury gehörten neben Friedt Juliane Eisenführ (Leitung Sonderprojekte NDR), Annette Hillebrand (Direktorin der Akademie für Publizistik), Pastor Thomas Kärst (Referent Bischofskanzlei Hamburg), Bruno Schrep (Klabunde-Preisträger und "Spiegel"-Autor), Martin Wilhelmi (Fernsehjournalist) sowie der 2. Vorsitzende des DJV Hamburg Peter Jebsen an. Die Verleihung des Erich-Klabunde-Preis durch die DJV-Vorsitzende Marina Friedt ist der feierliche Höhepunkt des 65. Hamburger Presseballs am 25. Januar 2014.


Für Fragen steht Ihnen Marina Friedt unter 040/245029 oder 0170/90 20 224 zur Verfügung.

 

Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus wurde 1957 erstmals vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalistenpreisen. Der Namensgeber Erich Klabunde (20.2.1907 - 21.11.1950) war 1945 Gründer und erster Vorsitzender der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten und des Deutschen Journalisten-Verbandes auf Bundesebene. Erich Klabunde war engagiert wie kaum ein anderer - "immer sprungbereit zum geistigen Turnier", formulierte Adolf Grimme, der langjährige Generaldirektor des NWDR. Klabunde starb am 21. November 1950, er wurde nur 43 Jahre alt. Weitere Informationen finden Sie hier.