Meldung Nordspitze

03. April 2017

Ausstieg aus der Gremienarbeit

Mechthild Mäsker zieht sich zurück

Paukenschlag auf der DJV-Gesamtvorstandssitzung Mitte Februar in Kassel: Nach mehr als 20 Jahren als Vorsitzende des Bundesfachausschusses Chancengleichheit und weiterer Ämter auf Bundesebene hat Mechthild Mäsker (siehe auch Porträt in der NORDSPITZE 01/2017) ihren Ausstieg aus der Arbeit in Bundesgremien angekündigt.
Mechthild Mäsker, Foto: Pat Scheidemann

Mechthild Mäsker, Foto: Pat Scheidemann

 

Die Freude am Engagement sei bei ihr mehr und mehr dem Frust über einen oft unbeweglichen, in seiner Arbeit zu sehr in überholten Strukturen verhafteten DJV gewichen. Die Absage gelte nicht dem Landesverband Schleswig-Holstein, fügte Mechthild Mäsker ihrer Erklärung hinzu. Das jahrelange, aus ihrer Sicht zermürbende Hin und Her um einen Neuzuschnitt der Bundesfachausschüsse mit einem, so Mäsker, mutlosen Ergebnis gab offenbar den letzten Ausschlag für den Rückzug.

 

Die promovierte Publizistin hatte sich selbst wiederholt für eine tiefgreifende Reform der Verbandsarbeit stark gemacht. Die Kommission Chancengleichheit, die jetzt gebildet werden soll, möchte die 52-Jährige in jüngere Hände legen. Selbstverständlich werde sie eine ordentliche Übergabe gewährleisten, auch der Kongress "Frau Macht Medien" 2018 liege ihr sehr am Herzen. Die Arbeit im Bundesfachausschuss Chancengleichheit sei "immer ein Quell der Freude" gewesen, bilanziert die scheidende Vorsitzende. Vieles sei in dieser Zeit erreicht und erarbeitet worden.

 

Im Juni 1996 war Mechthild Mäsker zur Fachausschuss-Vorsitzenden gewählt worden. Von 2000 bis 2002 war sie Mitglied in der DJV-Strukturreformkommission und ab November 2001 deren Sprecherin. Ebenfalls im November 2001 wurde sie zur Zweiten Bundesvorsitzenden des DJV gewählt. Wegen der hohen Belastung neben ihrem Job beim NDR und dem Fachausschussvorsitz gab sie dieses Amt nach zwei Jahren wieder ab. Wiederholt hatte Mechthild Mäsker als Präsidentin DJV-Verbandstage geleitet, zuletzt im November 2016. Künftig will sie ihr ehrenamtliches Engagement auf ihre Kirchengemeinde, den German Marshall Fund und das Chorsingen konzentrieren.

 

 

Arnold Petersen

aus: Nordspitze 2/17