Freie im NDR


Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Informationen und Links für freiberuflich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im NDR zusammengestellt.

Sie wird von uns laufend aktualisiert.


Einsparungen im NDR: gemeinsame Erklärung Freie im NDR, verdi und DJV

In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Freien im NDR, verdi und DJV die Sparpläne des NDR als intransparent, unsozial und für das journalistische Profil des NDR schädlich. 

Wie kommt es zu dem riesigen Finanzierungsloch? Wie will der NDR seine Reichweite und Attraktivität trotz Einsparungen erhöhen, wie will der NDR seinem Programmauftrag gerecht werden, wenn er besonders bei den Sendungen spart, die das journalistischen und kulturelle Profil des Senders stärken? Und: Wie will der NDR seiner sozialen Verantwortung gegenüber freien Mitarbeitern gerecht werden, die von den geplanten Einsparungen hart getroffen werden? Das sind nur einige unserer Fragen an den NDR, weitere finden Sie in der gemeinsamen Erklärung.


Kurzinfo Tarifverhandlung 2. April 2020

Die Tarifverhandlung im NDR am 2. April 2020 fand als Videokonferenz statt. Dabei ging es um die corona-bedingte wirtschaftliche Situation von Freien im NDR. 

Der NDR hat die Regelungen zur Unterstützung seiner Freien ja bereits nachgebessert. Wir sehen vor allem bei folgenden Punkten noch Handlungsbedarf: 

1.) „Ausfallhonorar"
Nötig ist eine klare Regelung, dass "Ausfallhonorare“ für vereinbarte Schichten oder Werke, auf die der NDR von sich aus verzichtet, grundsätzlich in voller Höhe gezahlt werden. 

Diesen Punkt will der NDR erneut auch rechtlich prüfen.


2.) 12a-Status
Wer corona-bedingt die Voraussetzungen für Urlaubsgeld, Zahlungen im Krankheitsfall oder Zuschüsse bei Schwangerschaft in diesem Jahr nicht erfüllen kann (12a-Status), muss diese Leistungen trotzdem erhalten.

Hierzu erklärte der NDR, dass Nachteile durch einen solchen Status-Verlust nicht gewollt seien, auch dieser Punkt soll erneut geprüft werden.



Die nächste Tarifverhandlung findet am 7. Mai statt.

Rundfunkanstalten lassen Mitarbeiter in Coronakrise hängen

Berlin, 31.03.2020 – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wirft
mehreren öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor, einen großen
Teil der eigenen Mitarbeiter in der Coronakrise hängen zu lassen. Der
DJV hatte bereits vor Tagen Briefe an den ZDF-Intendanten Thomas Bellut
und an den ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow (WDR) geschickt, die bislang
unbeantwortet blieben. Darin fordert der DJV unter anderem dazu auf,
durch die Coronakrise verursachte Ausfälle der freien Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter abzufedern. Viele Freie erleiden aufgrund von
abgesagten Veranstaltungen oder Sendungen gerade massive
Honorareinbußen. „Von den durch die Beitragsgelder abgesicherten
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erwarten wir, dass sie ihrer
Verantwortung auch gegenüber ihren Mitarbeitern gerecht werden“, sagt
DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.

Viele Sender beschäftigen genauso viele freie wie angestellte
Mitarbeiter. „Die Freien müssen Planungssicherheit haben. Die
Kolleginnen und Kollegen haben maßgeblichen Anteil daran, dass die
öffentlich-rechtlichen Sender ihren Informationsauftrag mitten in der
Coronakrise gänzlich und in vollem Umfang erfüllen können“, so Überall.

Wie das funktioniert, machen ausgerechnet die kleinen Anstalten wie
Radio Bremen, RBB und der Saarländische Rundfunk vor, die bereits
vorbildliche Lösungen für ihre Freien gefunden haben. Überall: „Das
sind Beispiele für angemessenes Handeln des Senders gegenüber den
Freien. Herr Bellut, Herr Buhrow, davon sollten Sie sich eine Scheibe
abschneiden.“



Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner




Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djvspamfilter@djvspamfilter.de
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de


DJV und verdi fordern NDR zu Tarifverhandlungen über die Einkommenssicherung von Freien in der Corona-Krise auf

DJV und verdi haben den NDR am 27. März 2020 zu Tarifverhandlungen über die Einkommenssicherung von Freien in der Corona-Pandemie aufgefordert.

Es geht uns dabei vor allem um diese Forderungen:



  • Anrechnung von Zeiten unverschuldeten Arbeitsausfalls bei tariflichen Regelungen, insbesondere mit Bezug auf die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Tarifverträgen und den Bestandsschutz

  • Fortzahlung von Honoraren in bisheriger durchschnittlicher Höhe, auch wenn Ausfälle nicht durch abgesagte Schichtdienste bedingt sind oder durch den NDR oder Behörden Quarantäneanordnungen gegeben wurden

  • bezahlte Arbeitsbefreiung bei Ausfall der Kinder- und Pflegebetreuung (im gleichen Maße wie bei Festangestellten)

  • Einrichtung eines Härtefallfonds (gemeinsam, paritätisch und unbürokratisch verwaltet)

  • Ausfallhonorare in Höhe des tatsächlich ausgefallenen Honorars

  • Lockerung der Attestpflicht bei Krankheit




Die Regelungen, die der NDR für Freie in der Corona-Krise beschlossen hat, sind nicht angemessen. Der NDR steht in der Verantwortung für Freie im NDR, die oft genug als "Feuerwehr" dorthin geschickt werden, wo der NDR corona-bedingt plötzlichen Bedarf hat. Dieser Verantwortung muss der NDR endlich gerecht werden, das gilt vor allem für die wirtschaftlichen Belange der Freien - aber auch für persönliche.


DJV und ver.di fordern: Einkommenssicherung im NDR auch für Freie!

Hamburg, 25. März 2020. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalistenverband DJV haben den NDR zu Gesprächen über Nothilfen für die Freien im NDR aufgefordert. Im Zuge der Corona-Pandemie kommt es zu vielen, teils existenzbedrohenden Einbußen bei Freien, die durch die geltenden Tarifverträge und gesetzlichen Hilfen nicht aufgefangen werden können. ver.di und der DJV fordern vom NDR Notlösungen zur Absicherung der Freien in Produktionen und Redaktionen.

Diese Regelungen sind jetzt erforderlich, weil uns die Freien berichten, dass es durch Programmänderungen und Auftragsabsagen zu massiven Einbußen kommt“, kritisiert Dr. Anja Westheuser, Syndikusrechtsanwältin des DJV Hamburg.

„Die Einnahmen des NDR sind sicher und die Erfüllung des Sendeauftrags wichtiger denn je. Der NDR muss seiner sozialen Verpflichtung auch für die Freien nachkommen“, sagt Lars Stubbe, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Hamburg.

Folgende Forderungen wurden erhoben:

  • Anrechnung von Zeiten unverschuldeten Arbeitsausfalls bei tariflichen Regelungen, insbesondere mit Bezug auf die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Tarifverträgen und den Bestandsschutz

  • Fortzahlung von Honoraren in bisheriger durchschnittlicher Höhe, auch wenn Ausfälle nicht durch abgesagte Schichtdienste bedingt sind oder durch den NDR oder Behörden Quarantäneanordnungen gegeben wurden

  • bezahlte Arbeitsbefreiung bei Ausfall der Kinder- und Pflegebetreuung (im gleichen Maße wie bei Festangestellten)

  • Einrichtung eines Härtefallfonds (gemeinsam, paritätisch und unbürokratisch verwaltet)

  • Ausfallhonorare in Höhe des tatsächlich ausgefallenen Honorars

  • Lockerung der Attestpflicht bei Krankheit

Für Fragen:

Dr. Anja Westheuser, Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

Deutscher Journalisten-Verband, Landesverband Hamburg
Rödingsmarkt 52, 20459 Hamburg, Tel.: 040 3697100, Fax: 040 36971022
westheuserspamfilter@djv-hamburgspamfilter.de



Auszug aus dem Brief der DJV-Vorsitzenden an den Intendanten des NDR

Die Vorsitzenden der DJV-Landesverbände Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hatten sich bereits mit einem gemeinsamen Brief an den NDR-Intendanten Joachim Knuth gewandt und eine angemessene finanzielle Sicherung für die NDR-Freien zu finden. Der DJV hat dabei auch seine Unterstützung angeboten:

„… Auch in der Corona-Krise arbeiten die NDR-Freien weiter in Schichten und als Reporterinnen und Reporter vor Ort, werden auch oft als „Feuerwehr“ dorthin geschickt, wo der NDR corona-bedingt plötzlichen Bedarf hat. 


Es sind mehr als 1.200 Freie, die helfen, den NDR als vertrauenswürdige und verlässliche Stimme zu erhalten. Täglich melden sich immer mehr von Ihnen bei uns mit der Bitte um Unterstützung. Es geht nicht nur darum, dass Informationen seitens des NDR spärlich fließen und der NDR seinen Freien Vorschläge unterbreitet, die zum Teil nicht praktikabel sind.
 

Es geht vor allem darum, dass der NDR weiter auf die Einsatzbereitschaft und -fähigkeit seiner Freien setzt, sie aber finanziell und praktisch oft im Regen stehen lässt. Während andere Sender den Freien eine Honorargarantie gewähren, will der NDR Freien, die in Schichten disponiert waren und ausschließlich auf Wunsch des NDR ihre Arbeit nicht antreten, nicht einmal das vereinbarte Honorar zahlen, sondern max. 150 Euro. 


Auch die Ausstattung für Freie, die weiter als Reporter arbeiten, ist oft unzureichend, der Bedarf reicht von Software bis zu Schutzkleidung und Teleskopstangen für Interviews…"