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 Pressemitteilung vom 12.1.2007

Zweimal gegen den Mainstream

Erich-Klabunde-Preis 2007 geht an "Abendblatt-" und "Zeit"-Redakteure

Hamburg. Der renommierte Erich-Klabunde-Preis des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV) geht in diesem Jahr, zum 100. Geburtstag des Namensgebers, an zwei Preisträger:

Jens Meyer-Wellmann, Redakteur beim "Hamburger Abendblatt" und Roland Kirbach von der "Zeit". Den beiden Autoren ist es mit ihren Artikeln "Gnadenlos bis in den Tod?" (HA) und "Armutszeugnis für Hamburg" (Zeit) in besonderer Weise gelungen, Themen gegen den Mainstream zu setzen.

"Gnadenlos bis in den Tod?", die Geschichte eines krebskranken Vergewaltigers, der um Haftentlassung zum Sterben nachsucht, mutet den Lesern viel zu und führt sie in ein Dilemma. In beeindruckender Weise schafft es der Autor, durch Dramaturgie und Sprache eine wohltuende Nüchternheit herzustellen, ohne Position für den Protagonisten zu beziehen.

Hier ist der Artikel zu finden: Gnadenlos bis in den Tod?




Der Zeit-Artikel "Armutszeugnis für Hamburg" ist eine akribisch recherchierte, breit angelegte politische Analyse der Kinderarmut in Hamburg, einer der reichsten Metropolen Europas. Der Autor blickt dabei besonders auf Jugendliche im Stadtteil Jenfeld, im Osten der Hansestadt. Der Beitrag bietet einen guten Mix aus Information und Reportage und verzichtet wohltuend auf alles Schrille und Plakative.

Der Artikel steht hier: Armutszeugnis für Hamburg


Beide Autoren haben nach Einschätzung der Jury mit ihren gut recherchierten Artikeln nachhaltige Debatten ausgelöst, Denkanstöße gegeben, die die Hamburger und Hamburgerinnen bewegt haben. Der Jury gehörten, neben Bischöfin Maria Jepsen, die Programmleiterin von NDR 90,3, Claudia Spiewak, die Direktorin der Akademie für Publizistik, Annette Hillebrand, die Chefredakteurin von Hinz & Kunzt, Birgit Müller sowie die DJV-Vertreter Marina Friedt und Albrecht Nürnberger an. Der Erich-Klabunde-Preis wird als feierlicher Höhepunkt auf dem Hamburger Presseball am 20. Januar 2007 von der Vorsitzenden des DJV-Hamburg, Marina Friedt vergeben. Die Laudatio wird der Bundesvorsitzende des DJV, Michael Konken, halten.

Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus wurde 1957 erstmals vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalisten-Preisen. Der Namensgeber Erich Klabunde (20.2.1907 - 21.11.1950) war 1946 Gründer und erster Vorsitzender der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten und des Deutschen Journalisten-Verbandes auf Bundesebene. Erich Klabunde war engagiert wie kaum ein anderer - "immer sprungbereit zum geistigen Turnier", formulierte Adolf Grimme, der langjährige Generaldirektor des NWDR. Klabunde starb am 21. November 1950, er wurde nur 43 Jahre alt.

Für Rückfragen steht Ihnen die DJV-Landesvorsitzende Marina Friedt unter 040/245029 oder 0170/90 20 224 zur Verfügung.

Marina Friedt
Landesvorsitzende
DJV-Hamburg
T. 040/24 50 29
F. 040/24 03 51
M. 0170/90 20 224
friedtdjvhh@aol.com
www.djv-hamburg.de


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